Prof. Dr.-Ing. Wilfried Kühling

Leiter der Arbeitsgruppe


Anschrift

Telefon0345/55-26043
Fax0345/55-27216
eMailwilfried.kuehling@geo.uni-halle.de
Anschrift Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Geowissenschaften
Von-Seckendorff-Platz 4
Raum 4.4.25
06120 Halle/Saale


Sprechstunde

Die Sprechstunde findet Mittwochs 15 bis 16 Uhr statt (Sommersemester 2009).


Arbeitsgebiete


Aktuelle Veröffentlichungen (Auswahl)

KÜHLING, W. (2006): Anforderungen zur Risikobewertung synthetischer Nanopartikel - konzeptioneller Rahmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Nanotechnologien. In: Partikuläre und molekulare Belastungen der Innenraum- und Außenluft. Schriftenreihe des Inst. f. Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität zu Lübeck, Bd. 10, S. 247-268 [ISBN 3-7950-7037-6]

KÜHLING, W. zusammen mit MARKUS, P.; HENN, S. (Hrsg.): Nanotechnologien nachhaltig gestalten - Konzepte und Praxis für eine verantwortliche Entwicklung und Anwendung.Tagungsprotokolle des Instituts für Kirche und Gesellschaft, Iserlohn 2006 [ISBN 978-3-939115-04-5], 215 S.( Artikel als PDF-Datei)

KÜHLING, W. zusammen mit HENN, S.: Nanotechnologie - Baustein einer ressourceneffizienten und nachhaltigen Entwicklung ? In: uwf UmweltWirtschaftsForum, 4.Jg., H.4 (2006), S. 19-24 [ISSN 0943-3481]

KÜHLING, W. (2006):Fluglärm und Wohneigentum - Entwicklung einer räumlichen Wertverlustanalyse am Beispiel des geplanten Großflughafens Berlin-Schönefeld. In: UVP-report 20 (3), 2006, S. 112-117 [ISSN 0933-0690]( Artikel als PDF-Datei)

KÜHLING, W. (2006): Anforderungen zur Risikobewertung synthetischer Nanopartikel - Konzeptioneller Rahmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Nanotechnologien. In: Partikuläre und molekulare Belastungen der Innenraum- und Außenluft. Schriftenreihe d. Inst. f. Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität zu Lübeck, Bd. 10, S. 247-268 [ISBN 3-7950-7037-6] ( Artikel als PDF-Datei)

KÜHLING, W. (2006): Die Wertverlustanalyse bei Fluglärm – Eine Bewertungsmethode zur großflächigen Ermittlung fluglärmbedingter Wertverluste bei Wohneigentum. Dortmund: Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur, 64 S. [ISBN 3-929797-98-4] ( Inhalt/Zusammenfassung als PDF-Datei)

KÜHLING, W. (2004): Risikomanagement im Rahmen der Störfall-Verordnung durch Risikogrenzwerte ? In: KGV-Rundbrief Nr. 4 (2004), S. 8-12 [ISSN 0949-8192] ( Artikel als PDF-Datei)

KÜHLING, W. (2004): Die UVU eine Mogelpackung? In: UVP-report 18 (1), 2004, S. 4 [ISSN 0933-0690] ( Artikel als PDF-Datei)

KÜHLING, W. (2004): Schutz vor Lärm und Schutz der Ruhe - Grundsätze und Qualitätsstandards der deutschen Lärmschutzvereinigungen. In: UVP-report 18 (1), 2004, S.29-32 [ISSN 0933-0690] ( Artikel als PDF-Datei)

KÜHLING, W.; HILDMANN, C. (2003): Umweltziele koordinieren und verbindlich machen! Der Umweltzielplan als Grundlage der zukünftigen Umweltprüfung für Pläne. In: RaumPlanung 107, S. 62-66 ( Artikel als PDF-Datei)

KÜHLING, W. (2003): Die Operationalisierung von Zielen für die Umweltqualität. In: Geowissenschaften und Umwelt - Handlungsoptionen für eine nachhaltige Raumentwicklung, hg. von Köhne, S.; Wycisk, P., Bd. 7 der Schriftenreihe des Universitätszentrum für Umweltwissenschaften, Halle, S. 127-135

KÜHLING, W.; HILDMANN, C. (Hrsg., 2003): Der integrative Umweltplan – Chance für eine nachhaltigere Entwicklung? Dortmund: Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur

KÜHLING, W.; MÜLLER, B. R. (2002): Elektromagnetische Felder geringer Stärke und UVP – Ansätze für ein Vorsorgekonzept. In: UVP-report, H. 1+2 (2002), S. 37-39 (Zusammenfassung)

KÜHLING, W. (2002): Integrierter Umweltschutz aus technischer Sicht. In: Integrativer Umweltschutz – Anforderungen an Normsetzung und Vollzug – Unter besonderer Berücksichtigung der Umsetzung der IVU- und UVP-Änderungs-Richtlinien, Schriftenreihe des Vereins für Umweltrecht, Bd. 13, Kumpfer, W.; Schlacke, S. (Hrsg.), Berlin: Rhombos, S. 25-39

KÜHLING, W. (2001): Risikobewertung und Grenzwertsetzung – wie könnte eine Problemlösung aussehen? In: Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft 61, H. 10, S. 449-453 (Zusammenfassung) (Abstract)

KÜHLING, W. (2000): Zur Operationalisierung des Prinzips der Nachhaltigkeit - Schritte zu einem Nachhaltigkeitsmanagement. In: Sustainability als interdisziplinäre Herausforderung. ZABEL, H.-U., Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Universitätszentrum fïr Umweltwissenschaften - UZU (Hrsg.), Halle, S. 53-64 (Zusammenfassung) (Abstract)

KÜHLING, W. ET AL. (2000): Nachhaltigkeitsprinzip in der Regionalplanung - Handreichung zur Operationalisierung. Akademie für Raumforschung und Landesplanung (Hrsg.), Forschungs- und Sitzungsberichte 212, Hannover: ARL

KÜHLING, W. , S. LACHMANN & B. RÖSEL (1998): Die Umsetzung der Bundesverkehrswegeplanung in Sachsen-Anhalt am Beispiel des Neubaus der Bundesautobahn 14 (Halle-Magdeburg). In: Hall. Jb. f. Geowiss., Reihe A, Bd. 20, S. 1-29 (Zusammenfassung)

KÜHLING, W., BAUMANN, W. & VON BOGUSLAWSKI, A. (1998): Kommunales Öko-Audit. Instrument fïr eine nachhaltige Entwicklung, Dortmund: Dortmunder Vertrieb fïr Bau- u. Planungsliteratur

KÜHLING, W. (1997): Bietet das vom Sachverständigenrat für Umweltfragen vorgeschlagene Verfahren zur Festlegung von Umweltstandards einen Ansatz zur Sicherung der Umweltqualität? In: Hall. Jb. f. Geowiss., Reihe A, Bd. 19, S. 59-66 (Zusammenfassung)

KÜHLING, W. & H.-J. PETERS (1995): Luftverunreinigungen. In: Storm, P.-C. & T. Bunge (Hg.): Handbuch der Umweltverträglichkeitsprüfung (HdUVP), Loseblatt-Ausgabe, 16. Lfg., S. 1-103

KÜHLING, W., F. SCHOLLES, U. SURBURG, M. VOLMER & T. VOTSMEIER (1995): Aufstellung kommunaler Umweltqualitätsziele, UVP-Förderverein (Hg.), Arbeitsgemeinschaft Umweltqualitätsziele, Dortmund

KÜHLING, W. & H.-J. PETERS (1994): Die Bewertung der Luftqualität bei der Umweltverträglichkeitsprüfung, Bewertungsmaßstäbe und Standards zur Konkretisierung einer wirksamen Umweltvorsorge, UVP-Spezial 10 (Zusammenfassung)

KÜHLING, W. (1994): Umweltverträglichkeitsprüfungen bei genehmigungsbedürftigen Anlagen - Ermitteln, Zusammenfassen und Bewerten im Licht der neuen Regelungen. In: Staub - Reinhaltung der Luft 54 (1994), S. 1-8 (Zusammenfassung)

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Wilfried Kühling

Umweltverträglichkeitsprüfung bei genehmigungsbedürftigen Anlagen - Ermitteln, Zusammenfassen und Bewerten im Licht der neuen Regelungen

Environmental impact assessment to projects according the Bundes-Immissionsschutzgesetz

Das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) findet nun auch bei Vorhaben Anwendung, die der Genehmigung in einem Verfahren nach § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz bedürfen. An Beispielen wird untersucht, ob die Anforderungen des UVPG hinsichtlich des Prüfungs-, Untersuchungs- und Bewertungsgegenstandes erfüllt werden können. Einen Schwerpunkt bildet die Frage, inwieweit die Bewertung und Berücksichtigung im Sinne des UVPG gelingen kann, wenn bei Verfahren nach dem BImSchG bisher keine Immissionsstandards normiert sind, die eine wirksame Umweltvorsorge gewährleisten. Es wird für ein 2-Werte-System plädiert, welches solche Luftqualitätsmaßstäbe in Ergänzung zu den bisherigen Schutzstandards definiert. Anhand einer Bewertungsfunktion wird erläutert, wie sich die schwierigen Arbeitsschritte "Bewertung" und "Berücksichtigung fachlich und rechtlich adäquat gestalten lassen.

The environmental impact assessment act (Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung - UVPG) has now to be applied to projects which need a permission according to § 4 of Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). We present examples which show to what extent the requirements of the UVPG can be fulfilled. The focus of this work is to show how far the assessment of phenomena can be successful in the special case of non existing air quality standards regarding sufficient protection of the environment. In order to solve this problem we propose in addition to existing standards a dual value system for assessing air qualitiy. Based on this dual value system we derive a risk assessment function. This is used to achieve a proper placement of assessing air quality within the entire consideration process in order to obtain a legal decision according the BImSchG.

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Wilfried Kühling & Heinz-Joachim Peters

Die Bewertung der Luftqualität bei Umweltverträglichkeitsprüfungen - Bewertungsmaßstäbe und Standards zur Konkretisierung einer wirksamen Umweltvorsorge

Die Beurteilung des Umweltmediums bzw. Schutzgutes "Luft" im Rahmen von Umweltverträglichkeitsprüfungen, bei der Aufstellung von Umweltquälitätszielen oder bei der Beurteilung räumlicher Planungen führt regelmäßig zur Frage, welche Bewertungsmaßstäbe und -standards als geeignet anzusehen sind, um eine ermittelte Meßgröße als niedrig oder hoch, als zulässig oder unzulässig einstufen zu können. Es geht also einerseits um eine aussagefähige, fachliche Beurteilungsbasis und andererseits um die Frage nach der jeweils rechtlich gebotenen Einschätzung. Im vorliegenden Band erarbeiten die beiden Autoren, die sich seit Jahren intensiv mit dieser Thematik befassen, sowohl die fachlichen als auch die rechtlichen Bewertungsmaßstäbe für den in § 12 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) bzw. in § 20 Abs. 1b der neunten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (9. BImSchV) geregelten Bewertungsvorgang und entwickeln die daraus quantitativ abzuleitenden Immissionsstandards für 52 relevante Schadstoffkomponenten. Naheliegendes Ziel ist dabei zum einen die Definition und Operationalisierung des Begriffes "wirksame Umweltvorsorge", wie ihn das UVPG benennt. Zum anderen stehen diejenigen rechtlichen Anforderungen bei der Beurteilung von Auswirkungen auf das Umweltgut "Luft" im Vordergrund, die sich bei bestimmten luftverunreinigenden genehmigungsbedürftigen Anlagen ergeben. In einem ersten Teil werden die sich damit ergebenden klärungsbedürftigen Fragen als rechtlicher Rahmen intensiver behandelt und herausgearbeitet, inwieweit die bisher übliche Anwendung der Immissionswerte der TA Luft beeinflußt wird und ob neue oder andere Maßstäbe notwendig sind, die den Anspruch der gesetzlichen Umweltverträglichkeitsprüfung erfüllen. In einem zweiten, umfangreicheren Teil wird mit allgemeinen Angaben über Bezeichnungen, Umweltrelevanz und Wirkungsweisen der untersuchten Stoffe und Stoffgruppen informiert. Die Wirkungen werden - nach den jeweils betroffenen Schutzgütern getrennt - beschrieben, international vorfindbare Standards zusammengestellt und nachvollziehbar die vorgestellten Luftqualitätsstandards zur Umweltvorsorge begründet.

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Wilfried Kühling

Bietet das vom Sachverständigenrat für Umweltfragen vorgeschlagene Verfahren zur Festlegung von Umweltstandards einen Ansatz zur Sicherung der Umweltqualität?

Does the procedure to define environmental standards suggested by the expert board on environmental issues offer a first sign to secure environmental quality?

Mit seinem Gutachten 1996 hat der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen ein Verfahren zur Festlegung von Umweltstandards vorgestellt. Es wird der Frage nachgegangen, ob dieser Verfahrensvorschlag die fachlichen und umweltpolitischen Anforderungen erfüllt, die sich dadurch ergeben, daß die von gesellschaftlichen Gruppen angestrebte oder akzeptierte Umweltqualität sehr unterschiedlich eingeschätzt wird. Näher begründet wird, warum das vom Sachverständigenrat vorgeschlagene Verfahren kaum in der notwendigen Breite akzeptiert werden kann. So kommt zum einen die wirksame Beteiligung der gesellschaftlichen Gruppen erheblich zu kurz, zum anderen wird die Bedeutung der Naturwissenschaften durch den Rat überbewertet. Als Gegenvorschlag wird ein zweistufiges Verfahren herausgearbeitet. Danach wird bei der Standardsetzung zwischen kritischen Werten oder Schwellenwerten, die einen wirksamen Schutz der Umwelt gewährleisten, und Grenzwerten unterschieden, die einen gesellschaftlichen Kompromiß hinsichtlich des zumutbaren Risikos auf dem Weg zur Zielerreichung durch Maßnahmen darstellen.

With its expert opinion in 1996 the board of experts on environmental issues presented a procedure to define environmental standards. The question has been raised if the suggested procedure meets the professional and eco-political requirements that result from the fact, that the environmental quality which is aimed by social groups and accepted by them is valued very differently. Arguments are given in support of the question why the suggested procedure can scarcly be accepted to its necessary extent. Thus, on the one hand, the efficient participation of social groups is considerably neglected, on the other hand, the importance of natural sciences is overestimated by the board. As a counter-proposal a two-stage procedure will be worked out. According to this procedure, there is a differentiation between critical values or treshold values that guarantee an efficient protection of the environment and limit values that present a social compromise with regard to an acceptable risk on the way to win through.

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Wilfried Kühling, Sabine Lachmann und Barbara Rösel

Die Umsetzung der Bundesverkehrswegeplanung in Sachsen-Anhalt am Beispiel des Neubaus der Bundesautobahn 14 (Halle-Magdeburg)

Realization of the Federal Transport Infrastructure Plan in Saxony-Anhalt: the construction of the Fedaral Trunk Road No. 14 (Halle - Magdeburg)

Planung und Bau von Verkehrswegen sind stets von einem großen politischen und öffentlichen Interesse begleitet, insbesondere wenn es sich um Großprojekte handelt. Dies ist verständlich, da es sich bei der Verkehrsplanung um eine der kostenintensivsten Fachplanungen handelt. Zudem wird von den Auswirkungen der Einzelprojekte die Bevölkerung direkt betroffen. Sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern wird deshalb eine Vielzahl konkreter Erwartungen an die Projektplanung gestellt. Die Rahmenplanung für die bundeseigenen Straßen, Schienen- und Wasserwege erfolgt durch den Bundesverkehrswegeplan. Im aktuellen Bundesverkehrswegeplan von 1992 wird u.a. der Planungs- und Investitionsrahmen für den gesamten Neu- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in den neuen Ländern vorgenommen. Vor allem die sogenannten Verkehrsprojekte Deutsche Einheit sind Gegenstand kritischer Diskussionen. Neben Fragen zur Bedarfsermittlung, zum Trassenverlauf und den verkehrlichen sowie regionalökonomischen Effekten, gilt der Berücksichtigung von Umweltbelangen im Planungsprozeß besondere Aufmerksamkeit. Eine zentrale Frage bei der Planung von Verkehrswegen sind die zu erwartenden Schadstoffemissionen und deren Auswirkungen auf den Menschen und die Umweltgüter. Am Beispiel des Neubaus der Bundesautobahn 14 zwischen Halle und Magdeburg wird gezeigt, wie mit dieser Problematik im Planungsprozeß umgegangen wird und welche Schwierigkeiten und Defizite auftreten. Die Analyse von Fachgutachten zur Ermittlung von Schadstoffmengen und deren Ausbreitung im dichtbesiedelten und in bezug auf Schadstoffemissionen vorbelasteten Planungsabschnitt Halle / Tornau - Löbejün macht deutlich, daß durch den Betrieb der Autobahn gesundheitliche und ökotoxikologische Risiken nicht auszuschließen sind. In diesem Zusammenhang sind vor allem die späte Integration von Umweltbelangen in das Planungsgeschehen und die Verwendung Richt- und Grenzwerten, die nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechen, kritisch zu hinterfragen.

Politicians and the public take great interest in the planning and construction of traffic routes. Infrastructure planning is one of the most expensive planning fields, furthermore, the population is exposed directly to the effects of the projects. That is why supporters and opponents have numerous expectations of the planning process. The actual Federal Transport Infrastructure Plan of the year 1992, which is the most far reaching tool of infrastructure planning, shows among others all traffic routes in the new federal states planned for extension and construction. The German Unity Transport Projects are critically discussed, especially the general demand for the projects, the location of the marked-out routes and their effects on traffic, economy and environment of the region. One of the most interesting questions about environmental impacts of traffic routes concern the expected pollutant emissions and their effects on human beings and environmental goods. The integration of these aspects in planning is difficult, which demonstrates the example of the construction of the Federal Trunk Road no. 14 between Halle and Magdeburg. The analysis of an expert report on the quantity and the dispersal of pollutants in the densely populated planning area indicates that health and ecotoxicological risks could not be eliminated. This phenomenon is caused by the late integration of environmental aspects in the planning process and by the use of approximate values and critical limits, which do not consider new scientific findings.

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KÜHLING, W.: Zur Operationalisierung des Prinzips der Nachhaltigkeit - Schritte zu einem Nachhaltigkeitsmanagement.

Zusammenfassung: Die räumliche Planung hat durch die rechtlich verankerte Leitvorstellung einer nachhaltige Raumentwicklung neue Aufgabenstellungen erhalten. Fïr die Erfïllung dieser Aufgaben mïssen die einzelnen Nachhaltigkeitsdimensionen nun in räumlicher, zeitlicher und sachlicher Hinsicht präzisiert werden, was insbesondere den Prozesscharakter von Planung anspricht. Aus einer grundsätzlichen und systemischen Betrachtung heraus wird die Entwicklung von Sollgrößen fïr eine nachhaltige Umweltqualität in den Vordergrund gestellt, konkretisiert durch entsprechende Indikatoren. Zur Ausgestaltung der inhaltlichen Zielrichtung wird auf den bereits bestehenden planerischen Gestaltungsauftrag zur Vorsorge verwiesen und die Entwicklung eines darauf auszurichtenden Umweltbudgets vorgeschlagen. Damit die notwendige Bewertung von nachhaltiger Umweltqualität gelingt, werden sowohl die Trennung von Sach- und Wertebene (und damit die Trennung von Qualitätsziel- und Maßnahmenebene) als auch verschiedene Verbindlichkeitsebenen im Rahmen eines Verfahrens zur Operationalisierung des Prinzips der Nachhaltigkeit begrïndet.

Abstract: The spatial planning got a new task, since the legislation established the central idea of sustainable development. To reach these tasks, the dimensions of sustainability must now be specified in spatial, temporal and factual sense. This describes also the process charakter of planning. On the basis of a fundamental and systemic examination the development of targets for a sustainable quality of the environment is given priority. To organize the targets the author refers to the already existing planning-tasks from precaution and suggests the development of an environment-budget orientated accordingly. To guarantee the success of the necessary evaluation of sustainable quality of the environment, the separation of the fact - and the value-level (and thus, the separation of targets for the level of the environmental quality and the measure-level) as well as different levels of obligation are in the focus of the framework of a procedure to organise the principle of the sustainability.

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KÜHLING, W. (2001): Risikobewertung und Grenzwertsetzung – wie könnte eine Problemlösung aussehen?

Zusammenfassung: Eine von den Bundesministerien für Gesundheit und Umwelt eingesetzte Risikokommission soll ein Verfahren zur Risikobewertung und Standardsetzung im Umwelt- und Gesundheitsschutz entwickeln. Von den grundlegenden Problemen jeder Bewertung ausgehend, dass zwischen einer fachlichen Beurteilung von Wirkungen eines Stoffes auf ein Schutzgut einerseits und den Bewertungen über die Zumutbarkeit oder Durchsetzbarkeit andererseits unterschieden werden muss, wird ein zweistufiges Verfahren vorgeschlagen, welches die verschiedenen Urteilsebenen im Wertsetzungsprozess trennt. Konsequenz dieser Trennung ist, dass zwischen einem Ziel- und einem Handlungsstandard mit unterschiedlicher Verbindlichkeit zu unterscheiden ist.

Risk evaluation and standard setting - How a problem solution could look?

Abstract: A risk commission, started from the Federal Ministries for Health and Environment is to develop a procedure for the risk evaluation and standard setting (risk analysis) in the environmental and health protection. Assuming the fundamental problems of each evaluation, there must be a difference between the risk assessment on the one hand and the risk management on the other hand. The author suggested a two-stage procedure, which separates the process of risk analysis into different judgement levels. The consequence of this separation is, that there is to be differentiated between a goal and an action standard with divergent levels of obligation.


KÜHLING, W.; MÜLLER, B. R. (2002): Elektromagnetische Felder geringer Stärke und UVP – Ansätze für ein Vorsorgekonzept.

Zusammenfassung: Elektromagnetische Felder werden in der Bevölkerung zunehmend kritisch diskutiert. In diesem Artikel sollen die im Vorfeld von Genehmigungen notwendigen Beurteilungsgrößen betrachtet werden. Insbesondere stehen diejenigen Größen im Mittelpunkt, die eine wirksame Umweltvorsorge gemäß UVPG markieren können oder die im Rahmen einer Optimierung von Standorten, bei der generellen Netzgestaltung oder auch bei der Minimierung von Einwirkungen auf den Menschen Anhaltspunkte geben können. Die Fragen zu den Problemen bei der Genehmigung solcher Anlagen, der möglicherweise auszudehnenden UVP-Pflicht oder die Fragen hinsichtlich der erforderlichen oder auch möglichen planerischen Gestaltung von Standorten zur Minimierung der Einwirkungen durch EMF auf empfindliche Nutzungen (z. B. Wohngebiete) werden dagegen nicht behandelt.


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Stand: 06.03.2009