RegHall: Regionale und selbsttragende Versorgung der Stadt Halle 2050

Oberseminar Umwelt- und Raumplanung im Wintersemenster 2007/08, Pflichtbereich ,,Umwelt- und Landschaftsplanung mit physisch-geographischer Ausrichtung'', Orientierungsrichtung Physische Geographie, Geoökologie und Landschaftsplanung

Motivation

Die Zeichen stehen auf Veränderung: Die Energiepreise steigen, das Klima wandelt sich, die Bevölkerung schrumpft. Mögliche Lösungsvorschläge werden mittlerweile nicht allein in akademischen Kreisen diskutiert. Dennoch: viele Vorschläge sind nach wie vor von sektoralen Sichtweisen und von mehr oder weniger verdeckten Eigeninteressen geprägt. Zukunftsfähige Ansätze müssen jedoch integrativ angelegt sein und die möglichen Wechselwirkungen zwischen den Bereichen erkennen, um Fehlentwicklungen vermeiden und Synergismen nutzen zu können. Zugleich muß ein (fast) vollständiger Wechsel in der Ressourcenversorgung hin zu regenerativen Quellen erfolgen (deshalb RegHall). Die Städte müssen energetisch saniert werden. Schon jetzt müssen die Weichen gestellt und die Rahmenbedingungen richtig gesetzt werden für eine nachhaltige Entwicklung. Wie aber könnte eine zukunftsfähige Entwicklung am Beispiel der Stadt Halle a. d. Saale aussehen? Wir wollen versuchen, Lösungen für Halle im Jahr 2050 zu antizipieren - als eine Idee, wohin die Reise gehen sollte. Damit beschäftigen wir uns mit einem Themenkreis, der in den Städten und Gemeinden die nächsten Jahre und Jahrzehnte zunehmende Bedeutung erlangen wird.

Zum Seminar

Das Seminarthema ist eine Aufgabenstellung, die nur in er gemeinsamen Bearbeitung als Projekt gelöst werden kann. Darauf ist die Seminarplanung ausgerichtet.

Innerhalb des Seminares gilt es zunächst, die Aspekte einer zukunftsfähigen Versorgung von Halle aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Wenngleich dies über einzelne Vorträge organisiert ist, so können wir ein systemisches Gesamtbild erst aus der gemeinsamen Diskussion erarbeiten. Deshalb ist hier ihre intensive Mitarbeit unverzichtbar. Dann gilt es, die Möglichkeiten und Potentiale auch quantitativ abzuschätzen und zusammenzubringen. Mögliche Konflikte, wie z. B. die nur begrenzt zur Verfügung stehenden Flächen genutzt werden sollen, sind dabei so zu diskutieren, daß innerhalb der Seminargruppe eine Lösung gefunden wird.

In einer Gruppenarbeit sollen dann die verschiedenen Ergebnisse zusammengeführt werden:

  1. Szenarioberechnung Versorgung Halle 2050: Wie könnte die regenerative Versorgung von Halle 2050 funktionieren? (Bearbeitung im Rechenblatt)
  2. Plan der Stadt Halle 2050 mit angepaßter Stadtstruktur und regenerativen Versorgungseinrichtungen
  3. Begründungstext (Projektbericht). Der Projektbericht enthält alle Seminarbeiträge und die Begründungen für die gemeinsam erarbeitete Planung für Halle 2050.
  4. Executive Summary: Als präsentierbare Zusammenfassung sollen die wesentlichen Inhalte auf einem Poster und als Vortrag präsentiert werden.

Das Seminar ist dabei auf die engagierte Mitarbeit aller angewiesen!

Seminarleitung: Dr. Chr. Hildmann

Hinweis: Organisatorische Dinge zu dieser Veranstaltung sind unter Stud.IP angelegt.


Stand: 26.03.2007 Christian Hildmann