Nachhaltigkeit und Globalisierung
Kernprobleme des globalen Wandels, Analyse der Ursachen sowie Konsequenzen für die Raum- und Umweltplanung, mögliche Lösungsansätze

Oberseminar im Pflichtbereich "Umwelt- und Raumplanung mit wirtschafts-sozialgeographischer Ausrichtung", Orientierungsrichtung: Wirtschafts-, Sozialgeographie und Raumplanung

Ort und Zeitraum der Einschreibung: Senden Sie eine E-Mail mit Ihrer gültigen Mailadressean
kuring@geographie.uni-halle.de mit folgenden Angaben:
Die Betreffzeile muss enthalten: OS RUP WISO
Nachname:
Vorname:
Studiensemester im WS 04/05:
Studienrichtung:
Nebenfächer:

Verbindliche Vorbesprechung und Vergabe der Themen: Mittwoch, 14. Juli 2004 um 18.00 Uhr im SR 4 3.40

Anzahl der Studierenden: 14-18

Dieses Oberseminar wird für Studierende ab dem 7. Studiensemester angeboten.

Achtung! Die für das 5. Studiensemester angebotenen Inhalte der Pflichtvorlesung "Nachhaltige Raumentwicklung" bilden die Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme am Oberseminar (s. Aushang). Das Testat zu diesem OS wird noch am 06.07.04 um 18:00 Uhr im im HS 3.07 (Informatik) angeboten.

Anmeldungen zum Seminar sind verbindlich. Werden bereits vergebene Plätze später nicht genutzt, können bei einer späteren Vergabe Wartezeiten (Anzahl der Semester) nicht angerechnet werden.

Termin: Donnerstag, 08.00-10.00 Uhr, ÜR 3.3.21

Seminarleitung: Prof.Dr. W. Kühling

Aufgabenstellung

Die 10-Jahres-Bilanz nach dem großen Umwelt-Gipfel in Rio 1992 zeigt, dass bei den Kernproblemen globaler Umweltveränderungen trotz eindeutiger Aussagen zur zukünftigen Richtung einer nachhaltigen Entwicklung bislang kein Durchbruch erzielt werden konnte. Dagegen zeigen die Trends der Globalisierung, dass insbesondere eine Verlagerung der Probleme (z. B. bei der Ressourcenbeanspruchung) von den Industrienationen in andere Erdteile und Länder erfolgt.

Der in Rio anerkannte Grundsatz, wonach die entwickelten Staaten angesichts der durch ihre Gesellschaften verursachten globalen Umweltbelastungen und angesichts ihrer technologischen und finanziellen Möglichkeiten bei dem internationalen Streben nach nachhaltiger Entwicklung eine besondere Verantwortung tragen, soll im Hinblick auf möglichst konkrete Lösungsansätze im örtlich-regionalen Kontext untersucht und fortentwickelt werden. Schwerpunkt für Konkretisierungen soll dabei das Instrumentarium der Raum- und Umweltplanung sein.

Das Thema soll in zwei Phasen zur Bearbeitung untergliedert werden: zunächst sollen die theoretischen Grundlagen und Analysen vorgestellt und diskutiert werden (worin liegen die Kernprobleme, was sind die Ursachen?). In einer zweiten Phase sollen diese dann im Hinblick auf Konkretisierungen und Lösungsansätze untersucht werden. Die Organisation der Bearbeitung soll in kleinen Gruppen zu zwei bis drei Personen erfolgen. Die folgenden Problemkomplexe sind vorgesehen:

  1. Internationalisierung des Wirtschaftsgeschehens: Gibt es demokratische und nachhaltige Globalisierungsprozesse?
  2. Verbrauch an erneuerbaren/nicht erneuerbaren Ressourcen, Güter- und Personenströme (Verkehr): Lässt sich der Raubbau begrenzen oder stoppen?
  3. Überkonsum im Norden und Flächenbelegung im Süden: Kann die Landverknappung und Bodendegradation aufgehalten werden?
  4. Süßwasserverknappung und –verschmutzung, Verschmutzung der Weltmeere: Gibt es Lösungen?
  5. Vom Menschen verursachte Naturkatastrophen, Klimawandel, Gesundheitsgefährdung: sind die Entwicklungen abwendbar?
  6. Gerechtigkeit und nicht nachhaltige Wohlstandsstile, globale Entwicklungsdisparitäten: Gibt es gerechtere Lebensumstände ohne explosiven Ressourcenverbrauch?
  7. Bevölkerungsentwicklung/ Migration: Lassen sich die vielfältigen Ursachen beheben?


Stand: 28.06.2004 Christian Hildmann