SustainAqua – Integrativer Ansatz für nachhaltige und gesunde Süßwasser-Aquakulturen

Aquakulturen sollen umweltverträglicher und gesünder, ökonomisch lebensfähig und sozial akzeptierter werden

Kreislaufanlage zur Forellenzucht in Dänemark.

Während die Fischbestände der Meere zunehmend überfischt sind, steigt die weltweite Nachfrage nach Fisch weiter an. Eine nachhaltigere Lösung kann die Nutzung von Aquakulturen sein, in denen die Fische auch im Binnenland in Teichen und Fischbecken gezüchtet werden. Die Aquakulturen in der EU stehen einerseits unter dem Kostendruck gegenüber Importen aus bersee. Darüber hinaus werden die Anforderungen an die Fischfarmen steigen, z. B. weniger Nährstoffe in die Gewässer abzugeben oder gesundheitliche Auflagen zu erfüllen.

Im Rahmen des Projektes sollen deshalb innovative Lösungen gesucht werden,

Für die wichtigsten europäischen Aquakulturarten soll nach Möglichkeiten der Diversifizierung und zusätzlichen Nebenprodukten gesucht werden. Der Nährstoff-, Wasser- und Energieeinsatzes soll optimiert und die anfallenden Abwässer gegen Null reduziert werden. Aquakulturen sind zugleich eine Beschäftigungsmöglichkeit für den ländlichen Raum.

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projektes sind Fallstudien in Ungarn, Polen, den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz vorgesehen. Die Ergebnisse sollen u.a. durch entsprechende Trainingsmaßnahmen weitergegeben werden. Dem Projektkonsortium, das von vom Technologie- und Transferzentrum Bremerhaven geleitet wird, gehören 10 europäische Fischereiverbände (IAG), 7 kleinere und mittlere Unternehmen (SME) und 7 Forschungsgruppen (RTD) an. Das Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren (11.09.2006 bis 10.09.2009).

Eine ausführlichere Projektdarstellung finden Sie hier (als PDF-Datei) (in Englisch).

Weitere Informationen zu diesem Projekt sind auf der Homepage des Projektes unter www.SustainAqua.org erhältlich.

Nicht mehr benötigte Fischteiche als Feuchtgebiet zur Reinigung des Ablaufwassers.

Zucht von Tilapien, einer tropischen Fischart, im Tropenhaus Ruswil (Schweiz).

In der polnischen Fallstudie werden auch Polykulturen untersucht.

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Stand: 03.03.2008 Christian Hildmann