Der Integrative Umweltplan - Chance für eine nachhaltigere Entwicklung?
Tagungsband neu erschienen!

Neuerscheinung

Der Tagungsband zu der gleichnamigen Tagung im vergangenen Februar ist jetzt (Januar 2003) im Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur neu erschienen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung bekommen den Band automatisch zugeschickt, alle anderen können ihn beim Verlag oder im Buchhandel bestellen (ISBN: 3-929797-76-3, EUR 24.00; 214 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Format 20,5 x 25,5 cm).

Zum Inhalt

Durch den Menschen verursachte Eingriffe in seine natürlichen Lebensgrundlagen mit erheblichen nachteiligen Folgen für deren Nutzbarkeit sind inzwischen hinlänglich bekannt. Aber auch ein Jahrzehnt nach Rio wird den z. T. fatalen Fehlentwicklungen in der planerischen Praxis oft nicht genügend begegnet.

Trotz Aufnahme der Leitvorstellung einer nachhaltigen Raumentwicklung in § 1 Abs. 2 Raumordnungsgesetz einerseits und der nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung in § 1 Abs. 5 Baugesetzbuch andererseits, erhält der Schutz von Natur und Umwelt – entgegen den fachlichen Erkenntnissen und Erfordernissen – in der planerischen Auseinandersetzung mit anderen Belangen häufig nicht das ihm zustehende Gewicht. Gründe für die fehlende Durchsetzungskraft der Umweltbelange liegen möglicherweise in einer fachgesetzlichen und instrumentellen Zersplitterung des Natur- und Umweltschutzes. So entstehen grundsätzliche Fragen hinsichtlich einer stärker ganzheitlich (integrativ) ausgerichteten Planung, auf die dieser Band näher eingeht.

Weil letztlich die ökologischen Funktionen des Raumes den Rahmen der gesellschaftlichen Ansprüche bilden, bedarf es einer gezielten, gesamthaften und systemischen Betrachtung und Steuerung. Die Beiträge in diesem Band sollen klären helfen, ob die Bündelung bzw. Abstimmung der Umweltbelange in einem „Umweltzielplan“ oder „ökologischen Funktionsplan“ als wirksamer Ansatz für eine nachhaltigere Raumentwicklung gelten könnte. Auch soll darauf eingegangen werden, inwieweit die räumliche Planung Koordinationsaufgaben hinsichtlich ergänzender (zum Beispiel auch ökonomischer) Instrumente übernehmen kann und sollte.

Nicht zuletzt durch die Einführung der strategischen Umweltprüfung (SUP) für Pläne und Programme ist zu erwarten, dass die Diskussion über die bestehenden und anzustrebenden Umweltziele belebt wird und ein gangbares Instrumentarium hierzu eine wichtige Rolle spielt. Der in diesem Buch von vielen Fachexperten aus Praxis und Wissenschaft zusammen getragene und gemeinsam diskutierte Ansatz könnte ein machbarer Schritt in diese Richtung sein.

Das Inhaltsverzeichnis können Sie als PDF-Datei einsehen: Inhaltsverzeichnis (98.5 K)

Zu den Herausgebern

Wilfried Kühling, Prof. Dr.-Ing., Fachgebiet Raum- und Umweltplanung am Institut für Geographie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), befasst sich seit vielen Jahren mit vorsorgeorientierten Bewertungsmaßstäben in der Umweltplanung und der Entwicklung von Methoden und Verfahren zur Inwertsetzung von Umweltqualität, z. B. über Umweltqualitätsziele und -konzepte.

Christian Hildmann, Dr.-Ing., Fachgebiet Raum- und Umweltplanung am Institut für Geographie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), arbeitet seit längerem an einem landschaftsökologischen Systemansatz als Grundlage der Landschaftsplanung und an Konzepten zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Landschaft.


Stand: 25.02.2003 Christian Hildmann